<img src="https://ad.doubleclick.net/ddm/activity/src=10024890;type=invmedia;cat=front0;dc_lat=;dc_rdid=;tag_for_child_directed_treatment=;tfua=;npa=;ord=1?" width="1" height="1" alt=""> Vertrauen in Bilder neu aufbauen – Highlights vom PICTAday 2026
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Øystein Syversen und Nina Metzger (beide Fotoware) bei der Visuals Conference powered by PICTA in Hamburg, 2026.

Media & Entertainment Fotoware News

Vertrauen in Bilder neu aufbauen – Highlights vom PICTAday 2026

28. April 2026

Am 22. und 23. April brachte die Visuals Conference powered by PICTA 2026 Fachleute aus Fotografie, Medien und der Kreativbranche im Factory Hammerbrooklyn in Hamburg zusammen. Durch die Kombination der Visuals Conference mit dem etablierten B2B-Forum PICTAday entstand ein starker Rahmen für eine zentrale Frage: Wie lässt sich Vertrauen in Bilder in Zukunft sichern?

Ein Thema zog sich durch das gesamte Programm: Wir können Vertrauen in Bilder nicht länger voraussetzen. Wir müssen es aktiv aufbauen.

Lange Zeit wurden viele Bilder grundsätzlich als glaubwürdig angesehen. Diese Annahme gerät zunehmend ins Wanken. KI-gestützte Bildgenerierung und -bearbeitung ermöglichen heute visuelle Inhalte, die sich kaum noch von echten Fotografien unterscheiden lassen. Eine reine visuelle Prüfung reicht daher nicht mehr aus.

Damit erweitert sich die Verantwortung für Glaubwürdigkeit: Sie liegt nicht mehr nur bei Redaktionen und Publishern, sondern bei allen Organisationen, die Bilder erstellen, verbreiten oder nutzen.

In den Diskussionen vor Ort zeichnete sich ein klares Fazit ab:
Vertrauen kann nicht mehr allein auf Intuition basieren. Wenn sich ein Bild nicht mehr eindeutig durch Betrachtung verifizieren lässt, brauchen Organisationen verlässliche Wege, um Herkunft und Veränderungen nachvollziehbar zu dokumentieren.

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Panel Highlight: C2PA & IPTC – ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Foto Fakes

Dieses Thema stand auch im Mittelpunkt eines Panels mit Santiago Lyon (Head of Advocacy and Education, Content Authenticity Initiative), Robert Schmidt-Nia (Chair, IPTC und Head of Cloud Solutions, DATAGROUP) und Paul Melcher (Strategic Partnerships, Imatag).

Im Fokus standen Standards wie C2PA und IPTC, die durch sich ergänzende und interoperable Ansätze konkrete Lösungen für mehr Transparenz bieten.

C2PA ermöglicht eine kryptografisch abgesicherte, manipulationssichere Herkunftsdokumentation, indem Informationen zur Entstehung und Bearbeitung eines Assets direkt mit der Datei verknüpft werden. Fotoware verfügt bereits über eine Proof-of-Concept Implementierung, die C2PA und Content Credentials unterstützt.

IPTC Metadaten liefern ergänzend strukturierte, maschinenlesbare Informationen. Dazu gehören beispielsweise Kennzeichnungen wie „Digital Source Type“, mit denen sich KI-generierte oder synthetische Inhalte ausweisen lassen.

Gemeinsam schaffen diese Standards eine praxisnahe Grundlage für Transparenz entlang der gesamten visuellen Wertschöpfungskette von der Aufnahme bis zur Veröffentlichung.

Die Kernaussage des Panels:
Provenienz dient nicht dazu, die absolute Wahrheit zu beweisen, sondern verlässlichen Kontext in großem Maßstab bereitzustellen.

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Vertrauen in visuelle Inhalte in Workflows verankern

In der heutigen Medienlandschaft ist „Wahrheit“ oft schwer eindeutig festzustellen. Kontext hingegen lässt sich dokumentieren und weitergeben. Genau darin liegt der Wert von Provenienz und Metadaten. Sie liefern keine absolute Gewissheit, ermöglichen aber fundiertere Entscheidungen.

Die Herausforderung liegt dabei weniger in fehlenden Standards oder Technologien, sondern in deren breiter Umsetzung. Damit sie wirksam sind, müssen diese Ansätze in die Tools und Arbeitsprozesse integriert werden, die täglich genutzt werden. Ohne praktische Implementierung bleiben sie weitgehend theoretisch.

Genau deshalb waren die Diskussionen auf dem PICTAday so relevant. Es zeichnet sich zunehmend ein gemeinsames Verständnis ab – über Medienhäuser, Unternehmen und Technologieanbieter hinweg: Vertrauen in visuelle Inhalte muss als grundlegende Infrastruktur betrachtet werden.

Es darf kein optionales Zusatzfeature sein, sondern muss ein fester Bestandteil des gesamten Content-Lifecycles sein.

Für Organisationen, die mit großen Mengen an Bildern arbeiten, hat das direkte Auswirkungen auf ihre Prozesse. Vertrauen sollte entlang aller Bild Workflows integriert werde, von der Aufnahme über die Bearbeitung bis zur Distribution. So bleiben Authentizitätsinformationen stets mit dem Asset verknüpft und können überall dort geprüft werden, wo Inhalte genutzt werden.

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Fazit

Bei Fotoware prägt diese Perspektive unsere Arbeit in der Weiterentwicklung unserer Digital Asset Management Plattform. Unser Fokus liegt darauf, mit C2PA und Content Credentials die Überprüfung von Content Authenticity zu unterstützen und sicherzustellen, dass relevanter Kontext über den gesamten Lebenszyklus eines Inhalts erhalten bleibt.

Die wichtigste Erkenntnis der Visuals Conference powered by PICTA 2026 ist klar:
Vertrauen in Bilder kann nicht länger vorausgesetzt werden, es muss aufgebaut werden.

Mit den richtigen Standards und einer konsequenten Umsetzung kann die Branche jedoch Vertrauen schaffen, das überprüfbar und nachhaltig ist. Fotoware wird diese Standards weiter integrieren, unter anderem mit unserem ersten erfolgreichen Proof of Concept für Content Credentials in Fotostation und Fotoware Veloz (SaaS).

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